Aktuell/Ongoing

26.–29.10.2017

Schweizer Kunst?

Eine Ausstellung der Kunst Zürich, ABB Halle 555, Zürich-Oerlikon, 26. bis 29. Oktober 2017, kuratiert von Peter Fischer

Was ist Schweizer Kunst? Gibt es Schweizer Kunst? Braucht es Schweizer Kunst? Die Frage nach den nationalen Eigenheiten von Kunst mag im Zeitalter der Globalisierung obsolet erscheinen, und doch wird das Kriterium der Nationalität beim Sammeln, Fördern und Vermitteln von Kunst immer noch und immer wieder angewendet. So verschreibt sich die Sammeltätigkeit von Firmen sehr oft der Schweizer Kunst, die öffentliche Kulturförderung so­wieso, und kaum ein Künstler oder eine Künstlerin kann verhindern, dass die Staatszuge­hö­rig­keit bei seiner, bzw. ihrer Nennung stets mitangeführt wird.

Die von Peter Fischer im Rahmen und im Auftrag der Messe Kunst Zürich kuratierte Ausstellung «Schweizer Kunst?» stellt Fragen im Zusammenhang mit der nationalen Etikettierung von Kunst: Manifestiert sich der Pass von Kunstschaffenden in ihren Werken? Gibt es das «Schweizerische» in der Kunst? Zeigt es sich gegebenenfalls in einer spezifisch schweizerischen Ikonografie? In Referenzen zu einer kulturellen Tradition des Landes? Im Ausdruck einer wie auch immer gearteten nationalen Identität? Reflektieren Künstlerinnen und Künstler überhaupt ihre Staatsbürger­schaft? Wenn ja, in welcher Haltung und mit welchem Resultat?

So eröffnet die Ausstellung «Schweizer Kunst?» mit zahlreichen zeitgenössischen Werken ein komplexes, durchaus auch spielerisches Reflexionsfeld und gibt zugleich einen spannenden Einblick in das reiche künstlerische Schaffen in diesem Lande.

2018

Surrealismus in der Schweiz

Eine Ausstellung des Aargauer Kunsthaus, Aarau, August bis November 2018, kuratiert von Peter Fischer

Erstmals wird den Schweizer Vertreterinnen und Vertretern dieser wichtigen Kunstströmung des 20. Jahrhunderts eine umfassende Ausstellung und eine Publikation gewidmet. Der Surrealismus entwickelte sich in diesem Lande in den Zwischenkriegsjahren im Spannungsfeld der Pole der Pariser Avantgarde und eines Klimas der «nationalen Erneuerung». Nebst den in Paris tätigen und international ausführlich rezipierten Alberto Giacometti und Meret Oppenheim erarbeiteten zahlreiche weitere Schweizer Kunstschaffende eigenständige, dem Surrealismus zuzurechnende Positionen. So leistet dieses Projekt einen überfälligen Beitrag zur Historiographie der Schweizer Kunst des 20. Jahrhunderts.

2017–2021

«Löwendenkmal 21». Mehrjahresprojekt der Kunsthalle Luzern

Das 200 Jahr-Jubiläum des Luzerner Löwendenkmals veranlasst die sich in unmit­tel­barer Nachbar­schaft domizilierte Kunsthalle Luzern, eines der berühmtesten Denkmäler der Schweiz mit künstlerischen Mitteln und transdisziplinär zu ergründen.

Von 2017 bis zum eigent­lichen Jubiläum am 10. August 2021 widmen sich Ausstellungen, Performances, Veranstaltungen und Publikationen allen möglichen Aspekten des Denkmals. Der ebenso nachdenkliche wie anregende Prozess wird während fünf Jahren gemeinsam mit Partnern aus Kultur, Bildung und Touris­mus stattfinden. «LÖWENDENKMAL 21» will einerseits den Luzernern ihren Löwen näherzubringen, andererseits diese unkonventio­nelle Beschäftigung mit einem Denkmals in die Welt hinauszutragen.

Die Kunsthalle Luzern hat Peter Fischer mit der Projektleitung betraut.

Über Ausschreibungen, konkrete Programmpunkte, Partner, teilnehmende Künstlerinnen und Künstler wird ab Ostern 2017 laufend auf der Webseite www.loewendenkmal21.ch und punktuell via Medien informiert.

Interview auf ZentralPlus Onlinemagazin 3.1.2107 (PDF)

ongoing

Kunstszene Iran

Die aktuelle Kunstszene im Iran ist vielfältig. Die Künstlerinnen und Künstler arbeiten buchstäblich auf dem Boden einer der ältesten Hochkulturen der Welt. Die westliche Sicht auf die iranische Gesellschaft und die zeitgenössische persische Kunst ist getrübt.

Grund genug, sich mit der Kunstszene im Iran vertieft auseinander zu setzen. Mein Ziel liegt darin, Projekte des Austausches zwischen iranischer und europäischer Kunst, bzw. den Kunstschaffenden zu entwickeln, hauptsächlich mittels Ausstellungen in beiden Regionen.

Verschiedene Reisen führen mich seit 2016 in Ateliers von Künstlerinnen und Künstlern, ermöglichen den Austausch mit Schlüsselfiguren der Szene, Treffen mit Mentoren, Sammlern, Galeristinnen und Kritikern, aber auch mit Vertretern von Hochschulen und der sich entwickelnden Museumsszene.

Über konkrete Projekte werde ich zu gegebener Zeit an dieser Stelle berichten.

Artikel von 2008 (immer noch aktuell!) der Künstlerin und Kritikerin Jinoos Taghizadeh.