Aktuell/Ongoing

ab 11.2.2022

Büro für künstlerische Zukunftspflege

Büro für künstlerische Zukunftspflege

Die Crew von «die zukunft kuratieren» nistet sich im Workspace des Kulturhauses Helferei ein.

In Zusammenarbeit mit der Helferei und mit Reverenz gegenüber der jahrhundertealten Tradition dieses Begegnungsorts mit dem sprechenden Namen entwickeln wir hier unsere künstle­ri­schen und kuratorischen Projekte.

Zu erwarten sind Arbeitsprozesse, kleine Ausstellungen und Aktionen, Gespräche mit PartnerInnen und Gästen über aktuelle Themen, Überraschungen.

Beteili­gung und Besuche sind erwünscht.

Unsere Präsenz, Veranstaltungen sowie eine Dokumentation der Aktivitäten werden auf der Webseite von «die zukunft kuratieren» aufgeführt.

Büro für künstlerische Zukunftspflege
c/o Kulturhaus Helferei
Kirchgasse 13, 8001 Zürich
t. +41 (0)79 752 24 12   info@diezukunftkuratieren.ch
www.diezukunftkuratieren.ch   www.kulturhaus-helferei.ch

23.4.–7.8.2022

GRAND TOUR CASPAR WOLF

Caspar Wolf, Selbstbildnis zeichnend, Ausschnitt, ca. 1775

Doppelausstellung im Museum Caspar Wolf / Singisen Forum und dem Kunsthaus Villa Wild, Muri

23. April bis 7. August 2022

Im Rahmen des gleichnamigen Forschungsprojekts des Museum Caspar Wolf, 2020–2022
Projektträgerschaft: Stiftung Murikultur, Idee und Kuration: Peter Fischer
In Verbindung mit «die zukunft kuratieren»

Die Kunst spricht zu uns über die Möglichkeit, Landschaft künstlerisch zu fassen, über den Wandel unserer Umwelt, vielleicht auch über Konstanten der Natur – ganz generell über unser Verhältnis zu unserer näheren und weiteren Umgebung.

Der Murianer Künstler Caspar Wolf (1735-1783) gilt als Pionier der europäischen Landschaftsmalerei. Angeregt von bedeutenden Exponenten der Aufklärung in der Schweiz, u.a. Albrecht von Haller, unternahm er in den 1770er Jahren Expeditionen in die Alpen, um die Hochgebirgslandschaft erst­malig so in Bilder zu fassen, wie sie sich auch wirklich präsentierte. Vergleichbar mit den damaligen Bildungsreisen der jungen Adligen durch Europa – auch «Kavalierstour» oder eben «Grand Tour» genannt – war auch Wolf unterwegs, allerdings in teilweise nur beschwerlich zugänglichen, dafür umso pittoreskeren Gegenden. Folge­richtig publizierte der Berner Verleger Abraham Wagner die Wolf’schen Landschaften 1777 in Form von Druckgrafiken unter dem Titel «Merkwürdige Prospekte aus den Schweizer Gebürgen» oder – in späteren französischen Ausgaben – als «Vues remarquables des montagnes de la Suisse». Nebst der 1777 publizierten Expedition ins Lauterbrunnental bereiste der Künstler auch die Innerschweiz, teilweise noch vor seinem Umzug nach Bern im Jahre 1773.

Caspar Wolfs Bilder sind nicht nur in künstlerischer Hinsicht wertvolle Dokumente ihrer Zeit, sondern zugleich seltene Zeugnisse der damaligen Beschaffenheit der von ihm abgebildeten Landschaften. Nicht  von ungefähr dienen sie heute der Wissenschaft, beispielsweise der Glaziologie, als historische Referenz. Wie sich dieselben Örtlichkeiten im Vergleich mit Caspar Wolfs Ansichten heute präsentie­ren, diese Frage liegt dem Konzept dieser Ausstellung zugrunde. In welcher Weise hat sich die Landschaft, wie hat sich unser Lebensraum innert der letzten 250 Jahre verändert?

Wie schon damals der Künstler Caspar Wolf wesentlich zum Verständnis seiner Lebensumgebung beigetragen hat, leisten Künstlerinnen und Künstler auch heute ihren unverzichtbaren Beitrag zu unserer Orientierung im Hier und Jetzt. Sie wurden eingeladen, sich zu den Schauplätzen Caspar Wolfs aufzumachen und mit den Themen Landschaftswiedergabe, Landschaftsverände­rung oder generell mit den (Kultur-)Landschaften der (Zentral-)Schweiz zu befassen. Was sie von dort mitbringen, sind Beobachtungen, Untersuchungen, Fragen und neue, vielleicht symbolhafte, auf jeden Fall künstlerische Bilder.

In der Doppelausstellung in Muri werden die derart entstandenen Werke den originalen Gemälden und Grafiken von Caspar Wolf in unterschiedlicher Weise gegenübergestellt.

Flyer [PDF]
Weitere Informationen zur Ausstellung und ausführliche Dokumentation der Projektentwicklung finden sich auf der Plattform «die zukunft kuratieren» sowie der Webseite von Murikultur.

2023

Spazi Spescha

Spazi Spescha Fassade

In der ehemaligen Tuchfabrik Trun (Fabrica da ponn) wird von einer Arbeitsgruppe die neue Heimstätte für den Nachlass des Trunser Künstlers Matias Spescha (1925–2008) vorbereitet. In der Spazi Spescha soll das Werk dieses bedeutsamen Schweizer Künstlers gelagert, bewirtschaftet und in wechselnden Kontexten ausgestellt werden.

Peter Fischer ist neben Venice Spescha, Remo Derungs und Markus Hilfiker Mitglied der Arbeitsgruppe und hat wesentliche Teile der Machbarkeitsstudie Trun Cultura, die diesem Projekt zugrunde liegt, verfasst.

Die Eröffnung ist für September 2022 geplant.

2020–2023

Gedenkort für die Verstorbenen der Schweizer Armee

Zweistufige Wettbewerbsausschreibung des VBS (armasuisse Immobilien) für Kunstschaffende und Architekten, bzw. entsprechende Teams
Peter Fischer ist Mitglied im Fachpreisgericht.

Die Ausschreibung ist mit Frist 27. Januar 2021 abgelaufen.
Corona-bedingt musste die Jurierung der ersten Wettbewerbsstufe von Februar auf Juni 2021 verschoben werden.
Die Jurierung der zweiten Stufe erfolgte im Dezember 2021.

Siegerprojekt ist «monumoira» von Andreas Schneider und Philipp Schallnau.

Webseite Armee, mit Dokumenten zu den Projekten der 2. Runde und dem Siegerprojekt

Jurybericht 2. Stufe (PDF 2MB)
Medienmitteilung 2. Stufe 17.2.2022 (PDF 158KB)
Jurybericht 1. Stufe (PDF 2MB)

Wettbewerbsprogramm (PDF 1MB)
Kurzfassung (PDF 284KB)
Statements Jurymitglieder (PDF 192KB)
Medienmitteilung 3.11.2020 (PDF 309KB)

 

2020 ff.

Trun Cultura

Casa Carigiet, Trun

Seit Anfang 2020 erstellt im Auftrag des neu gegründeten Vereins „Trun Cultura“ eine Arbeitsgruppe eine Studie und spezifische Konzepte für kulturelle Aktivitäten in Trun GR. Peter Fischer ist zuständig für Belange der Museologie und für Betriebsmodelle. Ziele des Vereins sind Erhalt und Vermittlung des kulturellen Erbes von Trun sowie generell die umfassende Nutzung des kulturellen Potenzials dieses geschichtsträchtigen Ortes in der Surselva.

Im Vordergrund steht der Erwerb und die kulturelle Nutzung der heutigen Brandruine der Casa Carigiet, des Geburtshauses des berühmten Brüderpaars Alois und Zarli Carigiet. Die vielfältigen Werke des Malers und Illustrators Alois Carigiet sowie des Schauspielers Zarli Carigiet sollen noch umfassender als heute vermittelt werden und als Inspiration für neue kulturelle Aktivitäten dienen. Ein weiterer berühmter Sohn Truns ist der bedeutende Maler und Bildhauer Matias Spescha (1925-2008). Seine imposante Grosskulptur „Ogna“ ist am südlichen Ortsrand von Trun bereits zugänglich. Das Projekt birgt grosses Potenzial, sowohl hinsichtlich eines touristischen Nutzens wie auch der Bestrebung, einen Ort/eine Region mittels künstlerischen Aktivitäten neu zu beleben und damit einen Mehrwert zu schaffen.

Eine ausführliche Machbarkeitsstudie wurde Ende Januar 2021 abgeschlossen und wird in der Folge in Teilen veröffentlicht.

Siehe Webseite von Trun cultura

2020 ff.

die zukunft kuratieren

die zukunft kuratieren

«die zukunft kuratieren» heisst eine von Peter Fischer, Brigitt Bürgi und Andreas Weber initiierte Webplattform.

In der Verschränkung von Kunstproduktion und Kulturvermittlung will «die zukunft kuratieren» ein Wirk-Netzwerk aufbauen, um gemeinsam einen innovativen kulturellen, insbesondere künstlerischen Ausdruck zu pflegen und dessen Wert für unsere Gesellschaft und deren Mitglieder erfahrbar zu machen. Angestossen werden dynamische und partizipative Prozesse. In seiner Offenheit ist «die zukunft kuratieren» selbst Ausdruck einer künstlerischen Haltung.

«die zukunft kuratieren» glaubt an die Kraft der Kunst, ist überzeugt, dass Kunst in ihrer Unmittelbarkeit – heute mehr denn je – unverzichtbar und deshalb unersetzlich ist. «die zukunft kuratieren» tritt mit konkreten Aktivitäten den Tatbeweis an.

Siehe: www.diezukunftkuratieren.ch